Ein musikalischer Abend im Exhaus.

paper armsWir schrieben den 12.06.2014 und ich befand mich in einem Kellergewölbe in Trier. Um genau zu sein: ich war im Exhaus. An dem Tag hat die diesjährige WM angefangen – und ich fragte mich, ob sich ein paar Leute vom Fernseher trennen konnten…

… um sich Bands wie Model for Monument, Slow Death und Paper Arms anzusehen. Der Club: klein, klar, aber gemütlich. Etwas kalt schon fast – was mich aber nicht im Geringsten gestört hat, so herrschten die letzten Tage ja fast tropische Temperaturen. Da freut man sich doch glatt, wenn man sich in einem etwas kühleren Keller aufhalten darf.

Kurz vor 21Uhr gings dann los mit Model for Monument. Aufmerksame Leser sind bestimmt vor ein paar Tagen in diesem Blog über den Namen Jawknee Music gestolpert. Tja – bei Model for Monument handelt es sich um eine Trierer Band, mit niemand geringerem als Jawknee Music, aka Johannes, am Schlagzeug. Ein Schlagzeuger, ein Sänger, zwei (in Zahlen: 2!) Bassisten und ein Gitarrist. Musikalisch wusste die Band zwar zu überzeugen, allerdings muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr Bühnenpräsenz des Sängers gewünscht hätte: Mehr Tanz. Mehr Aktion. Mehr aus sich raus. Kein Vorwurf sondern eher ein Wunsch meinerseits. Der Sänger und auch die Bassistin, die beide vorne standen, wirkten sehr konzentriert und ich glaube, das hat dem Konzert etwas an Kraft und Fülle genommen. Ich fand, die Kraft des Konzerts kam eher von Hinten. Also vom Schlagzeuger. Der hat reingehauen als gäb‘s kein Morgen mehr und auch Bass und Gitarre, die im Background mitmischten, wirkten entspannter.

Nach kurzen Umbauarbeiten gings dann auch recht schnell weiter mit The Slow Death. Die 4 Jungs aus Minneapolis sind die letzten Tage und Wochen gemeinsam mit Paper Arms quer durch Europa getourt. Präsenz auf der Bühne? Ja! Bereits während dem kurzen Soundcheck konnte man schon raushören: da geht noch was!


Als dann die ersten Töne von deren Gig ertönten, war klar: die Jungs haben Bock. Circa 30 Minuten Spielzeit, die sie vollstens nutzten – in den ersten Reihen: Paper Arms, die die Jungs begeistert anfeuerten. Songs wie „I need a drink“ durften da natürlich nicht fehlen und bei einem weiteren Song standen dann zwei Mitglieder von Paper Arms mit auf der Bühne und haben mitgefeiert und in die Mikros gegröhlt. Gute Stimmung, bei den Bands und im Publikum. Es hat einfach Spaß gemacht, der Band zuzusehen und ich hab mich während dem Gig mehr als einmal ertappt, wie ich einfach nur da stand und vor mich hin grinste.  Schöner, voller und mitreißender Sound gepaart mit einem rauchigen, tiefen Gesang. Die halbe Stunde war viel zu schnell rum und zack wurde schon wieder umgebaut für niemand geringeres als Paper Arms – die Headliner des Abends.

In dem zu Beginn noch etwas kühlen Keller stiegen die Temperaturen langsam aber sicher. Die Setliste von war schön durchmischt und Songs wie snake oil, bright lights ,lock me in, 14 days oder auch these nights (mit Gastauftritt von Slow Death) durften an dem Abend nicht fehlenDas Publikum feierte die Band eher etwas zurückhaltend – was  jetzt nicht heißen soll, dass die Stimmung schlecht gewesen sei. Im Gegenteil, die Band war gut drauf – und genauso locker wie die Band waren auch die Leute im Publikum. Für den letzten Song vor der Zugabe gesellte Josh Mann (Sänger) sich ins Publikum und fing an tanks of dust ohne Mikro zu singen. Seine Stimme ging unter die Haut – definitiv ein Highlight des Konzerts.

Alles in allem ein mehr als gelungener Abend!

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