‚2-3 should do it.‘ Gemeinsame Sache mit Paparazzo Joe Ginsberg.

Foto: Lisa Johnson.
Foto: Lisa Johnson.

Stellt euch nur mal vor, es würde tatsächlich eintreten: Die große Zombie-Apokalypse! Plötzlich würde man ganz alleine dastehen. Gott sei Dank hat man sich in der Vergangenheit intensiv mit The Walking Dead auseinandergesetzt und weiß, wie man am besten mit einer Armbrust umzugehen hat. Man schlägt sich alleine durch Wälder und verlassene Orte, so weit die Füße einen tragen. Eigentlich glaubt man längst nicht mehr daran, dass man auf Menschen trifft, die dem Zombiewahnsinn noch nicht zum Opfer gefallen sind…

…doch es kommt am Ende immer alles anders als man denkt, nicht wahr? Nach einem langen Marsch über Felder, strandet man auf der Suche nach Essen und Getränken in einer Kleinstadt. Die Gefahr scheint heute mal nicht auf einen zu lauern- bis man auf einmal etwas wahrnimmt. Etwas, was man seit vielen Wochen nicht mehr hören konnte und einen fast jubeln lässt: Stimmen! Nein, keine Laute von den sogenannten ‚Beißern‘, sondern die Stimmen von Männern, die sich aufgeregt über etwas unterhielten und ab und an laut lachten. Ein ansteckendes Lachen, sodass man selbst schon fast damit anfangen musste.

Die Neugier siegte und man ging dieser Geräuschkulisse nach, die Armbrust im Anschlag, denn man weiß ja nie so genau! Man hat ja in seinem Leben bereits genug Horrorstreifen oder Zombieserien gesehen, wo man alle 2 Minuten den Fernseher mit den Worten ‚GEH DA NICHT REIN UND SCHON GAR NICHT OHNE WAFFE!‚ anschrie und es dennoch nichts gebracht hat außer Ernüchterung. So dumm wollte man dann doch nicht sein. Also wer noch ein einziges Mal behauptet, dass man durch’s Fernsehen nichts lernt, der lügt!

Mit der gezückten Armbrust (Daryl wäre so stolz auf mich!) folgte ich den Stimmen und landete hinter einem Haus, in einem Garten. Ich schlich im umliegenden Gebüsch umher und konnte mir so einen ersten Überblick verschaffen. Es handelte sich um eine Gruppe von 5 Männern, die um ein kleines Lagefeuer saßen und nur halb so kaputt aussahen wie man selbst. Merkwürdig.

‚Okay, ich sehe keine sichtbaren Wa…‘

Eh ich diesen Gedanken im Kopf aussprechen konnte, stolperte ich plötzlich über einen Ast und legte mich genüsslich der Länge nach hin. Nun, Tarnung aufgeflogen! Besonders nach meinem Homer Simpson Aufschrei, der immer folgt, wenn etwas nicht klappt. Die Gespräche verstummten auf der Stelle und ich? Ich dachte mir nur stumpf: ‚Jäger oder die Gejagte. Ich entscheide mich für den Frontalangriff. Was soll mir denn in dieser Welt noch passieren?‘

Nun, also doch nicht so viel von den gesehenen Filmen und Serien gelernt…

Aufgerappelt, die Armbrust geschnappt und ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Gebüsch gestürmt. Da standen wir uns nun gegenüber: Die 5 Männer waren völlig unbeeindruckt, grinsten und standen teilweise mit gefüllten Kaffeetassen vor mir.

‚Herzlich Willkommen!‘ rief mir der bärtige Typ mit seiner Raufasertapetenähnlichen Stimme in der Mitte entgegen. Chuck sein Name.

Eh ich mich versah reichte man auch mir eine gutgefüllte Tasse in die Hand, die Armbrust wurde sicher verstaut und es folgte eine kurze Vorstellung. Da saß ich nun am Lagefeuer, zusammen mit Joe Ginsberg, Chuck Ragan, Jon Gaunt, Todd Beene und George Rebelo. Harmonisch, offen und warmherzig ging es zu. Es wurde gelacht, gegessen, sich ausgetauscht über Gott und die Welt. Bis spät in die Nacht.

Am nächsten Tag lag Aufbruchstimmung in der Luft und für die Bande war es mehr als selbstverständlich mich mitzunehmen. Während sie ihre Sachen zusammenpackten, sah ich mich um und entdeckte noch immer keine Waffen. Wie haben sie sich all die Zeit erfolgreich gegen die Beißer wehren können? Gab es einen speziellen Trick, den ich einfach noch nicht kannte?

Anspannung machte sich bei mir breit, als wir das Haus verließen und die ersten Zombies auf uns aufmerksam wurden. Die Herren blieben mehr als locker und signalisierten mir, dass ich meine Armbrust nicht brauchen werde.

‚Ja, wenn ich angeknabbert werde, brauche ich diese wirklich nicht mehr.‘

Aber ich hatte bereits am vorherigen Abend sehr schnell vertrauen gefasst und irgendwas sagte mir, dass ich mich auf sie verlassen kann. Egal, was da kommen mag. Sie steckten mich regelrecht mit ihrer Ausgeglichenheit an.

Wir gingen los, die ersten Verfolger hinter uns.

Chuck, Joe, Jon, Todd und George tauschten untereinander kurz Blicke aus, nickten und zogen nicht etwa ihre Waffen raus- stattdessen nahmen sie ihre Instrumente in die Hand.

‚Erschlagen? Ernsthaft?!‘ dachte ich mir und sah uns bereits am Boden liegen.

Nein, es kam ganz anders: Sie fingen an zu spielen. Die Zombies folgten uns zwar noch, aber sie wirkten nicht mehr wie die Jäger, sondern wie hypnotisiert. Sie konnten in diesem Zustand keiner Fliege mehr etwas antun. Ich war beeindruckt.

Vorsicht war nur geboten, als mal die eine oder andere kurze Pause zwischen den Songs folgte, denn dann war es mit der Hypnose schlagartig vorbei.

Unzählige Kilometer lief man nun singenderweise durch die Gegend, aber es schien mir so, als ob die Männer ein genaues Ziel im Auge hatten. Die Musik zog die Beißer regelrecht von überall an, denn es folgte uns eine gewaltige Masse.

Langsam dämmerte es mir, welches Ziel wir ansteuerten, denn in einer kurzen Entfernung lag ein Meer vor uns, die letzte Station. Innerlich fragte ich mich, ob das so eine gute Idee wäre, bzw. ob ich mich nun auf’s Schwimmen vorbreiten müsste.

Aber nein: Je näher wir kamen, desto mehr verstand ich.

Wir erreichten das Meer und vor uns lag ein riesiges Boot. Muss ich erwähnen, dass dies den Namen ‚The Boat‘ trug? Nein, oder? Wir gingen unbeirrt weiter, die ersten Schritte bald im kühlenden Wasser. Als man an Bord war, wurde weiter gespielt, dieses Mal mit der Verstärkung von Strom, denn dies war wichtig, damit man auch noch den allerletzten Zombie erreichen konnte, während das Boot langsam Richtung Unendlichkeit aufbrach.

All die Beißer folgten den Klängen, immer weiter rein in das Wasser. Sie ertranken.

Alle. Die Menschheit musste sich also nicht mehr fürchten.

Zur Feier des Tages wurden die Instrumente zur Seite gelegt und die Angeln rausgeholt. Wer am Ende wohl den größten Fisch gefangen hat? Wir werden es wohl nie erfahren.

Herrje. Ihr wisst ja: Manchmal drängt sich meine Fantasie etwas auf und es springt einfach keine normale Tourankündigung dabei raus! Vielleicht sollte ich auch einfach weniger The Walking Dead sehen, nicht wahr?

Jetzt aber mal die Fakten, liebe Freunde!

Chuck Ragan, Joe Ginsberg, Todd Beene, Jon Gaunt und George Rebelo werden bereits Ende März endlich wieder hier bei uns in Deutschland sein, um uns mehr als nur ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und für ein wärmendes Gefühl in der Herzgegend zu sorgen. Ich kann an dieser Stelle nur für mich reden, aber ich bin bereits mehr als hibbelig und zähle die verbleibenden Tage bis zu diesem lang ersehnten Tourereignis!

Das werden Abende voller Emotionen, Tränen, Glücksgefühlen und dieses innere Bedürfnis die ganze Welt zu umarmen!

Und das verstärkt sich bei mir noch mehr, da ich in letzter Zeit mal den lieben Joe Ginsberg angeschrieben habe. Warum? Nun, ich dachte mir, dass es wieder Zeit für ein Gewinnspiel wäre und fragte nach, was er denn so von Einwegkameras halten würde.

Ein Wort ergab das andere, Ginsberg zögerte nicht lange und wollte direkt mitmachen. Grandioser Typ! Es erfüllt mich immer mit einer tiefen Dankbarkeit, wenn man weiß, dass da draußen Leute sind, die sich meine Ideen anhören und ohne zu zögern zusagen. Die einfach an das glauben, was man macht und einen immer ein offenes Ohr leihen.

Worum es geht: Joe wird in Saarbrücken mit 2 bis 3 Einwegkameras ausgestattet. Er hält in den darauffolgenden Tagen alles fest: Ob auf der Bühne, bei einem Stadtbummel, Selfies, hinter der Bühne oder unterwegs: Erlaubt ist, was gefällt!

In Hamburg, den letzten Halt, wird er mir die Kameras wieder übergeben. Die Fotos werden aussortiert und anschließend in Fotoalben geklebt. 10513434_10206126498417933_6385763977292240583_n

2 Fotoalben gibt es zu gewinnen und wenn alles klappt, dann auch mit ein paar Unterschriften oder sogar…ach, ich verrate mal nicht zu viel. Also wenn das nichts ist, dann weiß ich aber auch nicht! An dieser Stelle nochmal einen riesigen Dank an Joe, dass er bei diesem Experiment mitmacht! ❤

Wer nun sagt:

Ich möchte ein Fotoalbum gewinnen!

dem sei geholfen!

Schreibt mir bis zum 24. März/11.59 Uhr einfach eine Mail an

jasmin[dot]lybe[at]googlemail[dot]com

mit dem Betreff ‚Till Midnight‘ und ihr landet im Lostopf! Kleiner Tipp am Rande: Wer seine Chancen erhöhen möchte, der darf sich dann auch eine Begründung einfallen lassen, warum man als glücklicher Gewinner eines dieser Fotobücher erhalten sollte.

Viel Glück und man sieht sich vor der Bühne, nicht wahr?

29.03. Saarbrücken, Garage
30.03. München, Backstage
31.03. Zürich, Dynamo
01.04. Salzburg, Rockhouse
02.04. Stuttgart, LKA Longhorn
03.04. Berlin, Heimathafen Neukölln
04.04. Frankfurt, Gibson
05.05. Münster, Skaters Palace
06.04. Pavilion, Hannover
07.04. Hamburg, Große Freiheit

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