Live performance with passion: The Scandals und The Gaslight Anthem

IMG_4697-112.06.2015. Atelier. Luxemburg. An dem Abend durfte ich doch tatsächlich mit Kamera im Gepäck zu The Scandals & The Gaslight Anthem. Unfassbar, oder? Für mich zumindest. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, an dem Abend hat einfach vieles gepasst. Wenn ich jetzt einfach nur schreibe  „Geiler Abend“ wäre das aber wohl zu stumpf bzw primitiv, oder?
Los ging´s gegen 20h45 mit The Scandals
Auf deren Auftritt war ich mehr als gespannt und neugierig, denn das, was ich bis zu dem Zeitpunkt von den Jungs kannte, gefiel mir sehr. Was die aber da live ablieferten kann ich kaum in Worte fassen. Als Opener spielten die Jungs Second thought, glaube ich. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht mehr so ganz, ich weiß nur, dass ich vom ersten bis zum letzten Ton von deren Konzert hin und weg war. Ich erwischte mich selbst, wie ich abartig grinsend im Graben hin und her hüpfte statt auf den Auslöser zu drücken. Wie gewohnt ging es nach den ersten 3 Songs für mich raus aus dem Graben und rein in die Crowd. Was war denn da los?! Irgendwie schien es vielen so wie mir zu gehen – so viele freudige Gesichter und das bei der Vorband. Was für ein Anblick. Wunderhübsch. Die ersten Crowdsurfer cruisten durch den Club, kurzum die Stimmung war mehr als gut.IMG_4699 Ja, ich mag meine Kamera, aber in solch Momenten wünsch´ ich mir manchmal, die Kamera einfach verschwinden lassen zu können und den Crowdsurfern Gesellschaft zu leisten. Mein letzter Surfgang ist schon viel zu lange her…ach, ihr merkt, die Jungs wussten, wie sie das Publikum für sich gewinnen konnten. Von der ersten bis zur letzten Minuten strahlte die Band einfach alles aus, was zu einem ordentlichen Liveauftritt gehört: Freude am Spiel, Dankbarkeit, Spaß an der Sache und die Liebe zur Musik. Jared (Sänger) erwies sich als kleine Rampensau aber auch der Schlagzeuger, Paulie, trug non-stop ein breites Grinsen im Gesicht und sorgte zugleich konstant für einen fetten Schlagzeug-sound. Als kleines i-Tüpfelchen betrat Alex Rosamilia für den letzten Song die Bühne und übernahm den Gitarrenpart von Jared  – während der sich wiederum runter in den Graben begab und die Nähe zum Publikum suchte. Ein mehr als gelungener Abschluss eines grandiosen Konzerts.
Ja, ich würde sagen, die Band hat es mit dem Auftritt in meine persönliche Top 3 der besten Konzerte 2015 geschafft.
Oh… OH – an dieser Stelle möchte ich euch nochmal an das Gewinnspiel erinnern, das wir hier im Blog gestartet haben. Klick! und Mitmachen nicht vergessen!

Nach einer kIMG_4851urzen Verschnaufpause ging es dann auch weiter mit dem eigentlichen Headliner, The Gaslight Anthem. In dem Laden, der inzwischen gerammelt voll war, herrschten fast tropische Temperaturen. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass das aktuelle Album von TGA mich nie so wirklich packen konnte, klar, ich hab’s mir damals gekauft und auch ein paar Mal angehört aber irgendwie verschwand es recht schnell im Regal. Umso gespannter war ich nun auf die Live-Version der Songs. Beim Betreten der Bühne war sofort klar, dass die Band nicht nur gut drauf war, sondern richtig Bock auf das Konzert hatte. Ausgelassene Stimmung auf und vor der Bühne. Die Setliste enthielt Songs wie Backseat, National Anthem, ’59 Sound, Sweet Morphine, 1000 years, drive… – kurz: die Jungs spielten sich einmal quer durch ihre bisherigen Alben, eine gute und abwechslungsreiche Mischung. Ich persönlich freute mich sehr über Red at night oder die etwas abgewandelte, langsame Version von great expectations. Auch die neuen Songs funktionierten live sehr gut und haben mich dazu gebracht, mich doch noch mit dem Album anzufreunden.
Das Publikum schien sehr textsicher und sang stets lauthals mit. Brian (Sänger) war sehr redselig und erzählte zwischen den Songs immer wieder kleine Anekdoten. Davon, dass es Schuhe von und mit Noel Gallgher´s Gesicht gibt oder auch dass Bruce Springsteen, aka „The Boss“ ihn inzwischen auch mal anruft um ihm so wissenwerte Dinge wie „I´ve got more motorcycles than Jesus“ mitzuteilen. Bei She loves you herrschte eine unsagbare Stimmung im Club, alles war still und man hörte lediglich die leisen Töne der Band die IMG_5119perfekt mit der Stimme von Brian harmonierten. Nach dem Song hat auch Brian sich für diese tolle Atmosphäre bedankt und betont, dass er sich bewusst sei dass dies keine Selbstverständlichkeit sei. Ich find´s einfach immer wieder schön zu sehen, dass es noch Musiker gibt, die bei Liveauftritten auch noch mitkriegen, was um sie rum passiert und nicht nur ihre Platten von Anfang bis Ende runterrattern.
The Gaslight Anthem spielten etwas mehr als zwei Stunden am Stück – für den letzte Song kam Jared Hart nochmal auf die Bühne und sang gemeinsam mit der Band We´re getting a divorce, you keep the diner. Ein mehr als würdiger Abschluss eines unvergesslichen Abends.

 

http://thescandalsnj.com/
http://www.thegaslightanthem.com/

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2 Gedanken zu “Live performance with passion: The Scandals und The Gaslight Anthem

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