Plattenalarm #4: Schätzchen Linus Volkmann greift beherzt zu.

11742824_10204191841907856_2100806981515805958_nWer bei dieser Überschrift jetzt etwas schlüpfriges erwartet, der könnte gar nicht so…oh, Moment! GZSZ geht gerade weiter. Ach, der Gerner wieder, wa? Da hat sich auch nach gefühlten 150 Jahren nichts geändert. Nun, wo war ich stehengeblieben? Irgendwas mit schlüpfrig…ach, natürlich: LINUS VOLKMANN!

Ein qualitativ hochwertiger bunter Hund, der wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt und dabei so lieblich grinst wie Michel aus Lönneberga, wenn dieser mal wieder irgendwas ausgefressen hat. Stellt ihr euch etwa auch gerade vor, wie er wohl als ‚Michelfigur‘ aussieht? Wie er vom Vater in den Schuppen gesperrt wird und klein Linus eingeschnappt und mit einer gehörigen Portion Wut irgendwelche Gebilde aus Holz schnitzt? Jaja. Willkommen in meiner Welt!

Nun, ich weiß gar nicht mehr, wann und wie ich auf diesen begnadeten Wortvirtuosen aufmerksam wurde. Er war einfach irgendwann da und das war auch gut so! Ich erinnere mich aber noch ganz gut daran, als er zusammen mit Nagel auf dem Hamburger Bunkerdach eine Lesung gab. Es wurde getrunken. Es wurde viel getrunken! Ehrfürchtig stand ich danach vor Biberliebhaber Linus, um ihm ein Exemplar der ‚Schinken Omi‚ sanft zu entreißen. Ja, okay. Vielleicht ging es auch eher ruppig zu, aber das würde ich an dieser Stelle wahrscheinlich nicht zugeben.

Kurzer Prozess‚. Wie oft habe ich mir diverse Folgen reingezogen, als bei mir wirklich gar nichts mehr ging und ich das Lachen schon fast verlernt hatte. Und wer brachte es mir erneut bei? Richtig! Geiler Typ!

Vielleicht war es auch ganz anders und wir haben uns in Wahrheit bei den ‚Anonymen Thees Uhlmann Sympathisanten‚ kennengelernt. Wer weiß das schon!

Eins muss ich aber sagen: Es ist mir eine wahre Ehre, dass dieser Herr an unserer nagelneuen Kategorie teilnimmt. Ohne zu murren. Ohne zu zucken. Einfach dieser wahnsinnige BOCK über Platten zu labern. Und wie! Vielen vielen Dank dafür und auch an die Starfotografin Meike Wolf!

Jetzt werde ich endlich gepflegt die Schnauze halten und überlasse Linus das Wort. Oder die Wörter? Ich bin verwirrt!

Diverse „Wild Hits Formel Eins“ EMI

Ja, da kann sich der Kunde drauf verlassen: Bei Linus Volkmann stehen nur die allerfeinsten Sachen im Plattenschrank! Spießige Stilsicherheit und 1A Repräsentieren – das ist immer das wichtigste. Schließlich sammelt man Kulturartefakte dafür, auf dass sie Auskunft über ihren Besitzer geben. Diese Rubrik von der wunderbaren Jasmin beweist nichts anderes. Und so sehe auch ich mich als dieses hochverdichtete Kenner-Vieh, dessen Plattensammlung ein einziges Loblied auf mich und meinen exzellenten Geschmack singt. Denn hier findet sich: Limitiertes, Rares, Exklusives von Merzbow, Radiohead, Stockhausen, Alt-J, SonicYouth-Nebenprojekte, Drum’n’Bass, Intelligent Dance Music und und und. 11667475_10204191842267865_8847466501456773137_n

Freunde schnalzen die Zunge, wenn sie bei mir zu Besuch sind und meinen exquisiten Angeberwein aus Australien verkosten. Die Neobiedermeierei rund um Vinyl-Besitz gereicht mir zu nichts anderem als Ruhm, Ruhm, Ruhm. Aber genug der Vorrede, soll doch endlich mein Kram für mich sprechen…

Blind ziehe ich nun also eine Platte heraus – und das Ergebnis – natürlich – ganz stark! Der „Formel Eins“-Sampler mit dem komischen Hund im Dschungel. Darauf befinden sich unter anderem Stücke wie

„It doesn’t have to be“ von Erasure,
„Manhatten Skyline“ von a-ha,
Boy Georges „Everything I own“.

11665538_10204191842307866_2764213225374978929_nWobei meine beiden persönlichen Hightlights folgende sind:

– „Respectable“ von Mel & Kim. 1A Sauf-, Empowerment- und Feelgood-Hymne. Als Kind habe ich zwar noch nicht viel getrunken, aber mit den restlichen beiden Triggern konnte ich natürlich was anfangen.
– „Lean on me“ von Club Nouveau. Was ein schönes Stück Charts-Gospel. Als ich das damals auf dem Walkman hatte (lies: analoger iPod mit 60 Minuten Speicher), war ich mit meinem Großvater auf Mallorca und verliebt. Vielleicht zum ersten Mal.

„Lean on me“! Wenn ich das jetzt höre, ist es wie eine alte Postkarte voll verunsicherter Verknalltheit. – „You’re the voice“ von John Farnham. Auch schon wieder geil. Australiens wichtigster Botschafter – zumindest nachdem der Crocodile Hunter damals von einem giftigen Superhummer oder so enthauptet wurde.

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