Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen: Die Tour of Tours kehrt zurück.

11146608_717959428326573_6062934309727810796_nVor unzähligen Monaten drang ein enormes Raunen durch den Musikwald und viele wurden hellhörig: Es hieß, dass sich gewisse Musiker zusammenschließen um gemeinsam auf Tour zu gehen. War an den Gerüchten etwas dran? Und die Antwort darauf verbreitete sich wie ein unaufhaltbares „Homer, ich stecke in einem Kuddelmuddelchen schlimmster Verzwicktheitsbredouille.“ von Ned Flanders in sämtliche Richtungen: Ja, es ist wahr! Eine Gruppe, noch mächtiger als die Kelly Family oder eine Zusammenwürfelung von Queen, Bruce Springsteen, ABBA, Elvis Presley und Michael Jackson! Na, von wem bekomme ich an dieser Stelle wohl die allererste Ohrfeige verpasst? Bitte hinten anstellen!

Aber was passiert eigentlich, wenn man Honig, Tim Neuhaus, Jonas David, Town of Saints und Ian Fisher zusammen in einen Kochtopf wirft und kräftig umrührt? Genau, der Inhalt fängt mächtig an zu blubbern und zu brodeln, eh die ganze Suppe zum krönenden Abschluß überkocht, sich in sämtlichen Ecken festsetzt und genüßlich einbrennt. Ein herrliches Bild vor dem inneren Auge, nicht wahr? Denn so könnte man die letzte Tour, die ganzen Auftritte, die absolviert wurden, kurz zusammengefasst beschreiben.

Und da es darauf nur positive Resonanzen gab, war schnell klar: Man setzt sich erneut in den Bus und klappert einige Clubs ab. Und wisst ihr, was ich daran noch so toll finde? Selbst wenn man hingeht und nur einen Musiker von dieser großen Truppe kennen sollte: Völlig egal, denn man schaut sich gebannt jede einzelne Performance an, lässt sich verzaubern und mitreißen. Somit hat man am Ende des Abends viele neue Musiker auf dem Zettel stehen, die einen Platz im Plattenschrank und im Herzen mehr als verdient haben. Ähnlich wie bei der Revival Tour um den mächtigen Chuck Ragan!

Von der Bühne schwappt mit jedem Song mehr Euphorie, pure Lebensfreude, Spiellust und eine ungeheure gebündelte Energie auf die Menge über. Resultat daraus: Das Publikum fängt an ausgelassen zu tanzen und zu springen. Aus vielen Fremden wird für kurze Zeit eine große Familie, die sich alle gegenseitig in die Arme fallen und eine Party zelebrieren, die man wirklich kaum in Worte fassen kann und ihresgleichen sucht.

Alles richtig gemacht mit diesem außergewöhnlichen Projekt!

Die Tour beginnt bereits am Freitag in Hannover und wer am Merch mal einen Zwischenstop einlegt, der wird sich freuen, denn man kann einen wunderbaren limitierten Toursampler erwerben! Darauf enthalten: Liveversionen von der vergangenen Tour im Februar und den einen oder anderen bisher unveröffentlichten Song. Bäm! Wenn das nichts ist, dann weiß ich aber auch nicht!

Der Sampler startet mit den durchgeknallten (aber sehr liebenswerten!!) Town of Saints, die ich schon seit Jahren verehre. Deswegen muss ich mal ganz kurz abschweifen: Damals ging es mit einer Freundin zusammen in einen kleinen Club hier in Hamburg, denn Ian Fisher war zusammen mit Harmen von ToS unterwegs. Da noch vor wenig Publikum, was der Stimmung aber noch lange keinen Abbruch tat. Die zwei harmonierten perfekt miteinander und es gab wahnsinnig viel zu lachen. Genauso einige Tage später in der Hasenschaukel: Harmen fabrizierte nur Unsinn, Ian stieg darauf ein. Am Ende lag ich mit einem Lachanfall am Boden, was auch dem kuriosen Publikum um uns herum zu verschulden war. Welch unglaubliche Abende das waren! Umso erfreulicher, dass Town of Saints und Ian Fisher ein Teil des Ganzen geworden sind!

Die ersten 5 Songs sind die genannten Liveversionen, die die Erinnerungen für diejenigen, die im Februar dabei waren, erneut ins Gedächtnis rufen sollen und auch definitiv werden. Während der Opener ‚Something To Fight With‚ von ToS mächtig nach vorne geht und man sich von der guten Stimmung, die dieser Song einfach mal ausstrahlt, einlullen und im Takt das Staubtuch kreisen lässt, fährt man beim darauffolgenden Almost Darlin‘ von Ian Fisher ein wenig in die Countryecke, fängt eher an zu schunkeln und sieht sich bereits in einem alten Saloon sitzen, während das Pferd draußen darauf wartet, gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegen zu reiten.

Jonas David lässt mit einer wunderbaren Version von ‚Let Me Live‚ die Emotionen hochkochen und besticht mit viel Feingefühl und ruhigen Momenten, die zum Augenschließen einladen.

Tim Neuhaus lässt danach mit ‚Armed With A Friend‚ wieder einen etwas schnelleren Rhythmus aufblühen, mit einem wunderschönen Chor im Hintergrund, der im Ohr bleibt.

Honig beendet die Ära der Liveversionen mit ‚Golden Circle‚ und wenn ihr jetzt gerade meine Gänsehaut sehen könntet! Ja, es ist einfach kein Geheimnis mehr, dass mich diese eher groberen Stimmenfarben beeindrucken und besonders berühren! Faust in die Luft und mitgebrüllt da!

Ian hat mich mit ‚If You Wanna Stay‚ total überrumpelt, denn ich kann nicht mehr genug von diesem Song bekommen. Er hat sich bei mir so festgebissen, dass er in Dauerschleife läuft und man sich dabei erwischt, wie man die Melodie summt und einzelne Textfragmente von sich gibt. Diese Leichtigkeit. Der pure Wahnsinn!

Supertied Up‚ von Tim lässt einen ein wenig in eine fremde Galaxie eintauchen. Als ob man irgendwo im All rumschwirrt, die Welt aus einer anderen Perspektive sieht und Entfernung irgendwie keine große Rolle mehr spielt. Schönes Stück!

Fly By‚ von Jonas zeigt, dass er nicht nur die ruhigen Elemente gut beherrscht, sondern auch mit Tempo arbeiten kann, ohne Abstriche machen zu müssen, wenn es um das transportierte Gefühl geht, welches er dem Hörer vermitteln möchte.

Honig zeigt sich mit ‚Dear Coward‚ von einer etwas anderen Seite: Seine Stimme muss nicht immer die groben Merkmale aufweisen, sondern kann auch mal die weicheren Töne anschlagen, ohne etwas von Wirkung und Magie zu verlieren.

Auch Town Of Saints lassen einen mit ‚Glory‚ tief ins Sofa sinken, mit einer wärmenden Decke und einem heißen Tee. Man lauscht verträumt den Stimmen von Harmen und Heta und ist jedes Mal auf’s Neue fasziniert, wie gut sich die Geige in das Gesamtbild einfügt.

Foto: Björn Giesenbauer
Foto: Björn Giesenbauer

Der letzte Song ist natürlich, wie sollte es auch anders sein: ‚Song Of Songs‚! Und bei diesem merkt man eben ganz genau, was diese Musiker zusammen erschaffen haben. Wie gut sie stimmlich und musikalisch einfach zusammenpassen und sind wir mal ehrlich: Missen möchten wir Tour Of Tours wirklich nicht mehr, oder? Eben!

Leute! Geht zu einem dieser Konzerte und sackt im Anschluß noch diesen Sampler ein!

Damit aber noch lange nicht genug: Wir werden die Musiker mit Einwegkameras ausstatten. Sie werden alles fotografieren, was gefällt und ich denke, dass da sehr schöne Schnappschüsse entstehen werden! Wir werden am Ende dieses Jahres 2 gemischte Fotoalben verlosen. Was das heißt: Ausgewählte Fotos von den Musikern und Bands, die bisher mitgemacht haben und noch werden (Oh, lasst euch überraschen!), werden in wirklich schicke Alben geklebt (Oldschool!) und an euch versendet.

Ihr könnt euch bereits jetzt schon in den Lostopf werfen lassen, wenn ihr zum Beispiel sehen wollt, wie es bei der Tour Of Tours zuging! Schreibt dafür einfach eine Mail an

jasmin[dot]lybe[at]googlemail[dot]com

mit dem Betreff ‚Armed with a friend

Viel Glück!

Und hier jetzt endlich die Tourdaten!

18.09. Hannover – Faust
19.09. Hamburg – Gruenspan
20.09. Berlin – Postbahnhof
21.09. Köln – Gloria
22.09. Stuttgart – Wizemann
23.09. München – Ampere
24.09. Dresden – Beatpol
25.09. Münster – Sputnikhalle
26.09. Essen – Zeche Carl

Tour Of Tours
Ian Fisher
Honig
Town of Saints
Tim Neuhaus
Jonas David
GHvC
Fleet Union

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