‚Erste Polizeikontrolle.‘ John Allen & The Black Pages im Hamburger Molotow.

sunparlourKonzerte, die hier im Hamburger Molotow stattfinden, sind mir ja fast die liebsten. Warum? Ich brauche keine 5 Minuten zu Fuß bis zu diesem Club und das ist mein kleiner Luxus, den ich ab und an sehr genieße. Ende Novmber zog es mich nach oben in die SkyBar, um mir Sunparlour Players und John Allen & The Black Pages anzusehen.

Ein frischer Wind wehte durch Hamburg, einige Leute stapften nach oben, so auch ich. Der Dame am Einlass ein paar Euro gegeben, dafür einen Stempel kassiert. Der doch eher kleine Raum füllte sich nach und nach. Man versorgte sich mit Getränken und Gesprächen und sorgte dafür, dass die Wartezeit sich nicht wie Kaugummi in die Länge zog. Ich schaute mir alles von der Seite aus an, irgendwie mein Lieblingsplatz.

Sunparlour Players. Irgendwann mal durch Flix Records darauf aufmerksam geworden und an diesem Abend endlich die Chance bekommen, sich die Herren auf der Bühne anzusehen. Andrew Penner und Michael Rosenthal, die so gut gekleidet waren, dass es mir so vorkam, als würden dort oben 2 waschechte Gentlemen stehen und man an sich selbst runterschaute und nur ganz kurz dachte: ‚Kleidungstechnisch habe ich das Ziel wohl verfehlt.‚ Charmant und sympathisch kamen sie rüber und haben mich teilweise mit offener Kinnlade dort stehen lassen. Zwei Männer, die am Gesang und an den Instrumenten gleichzeitig überzeugen konnten: Michael verausgabte sich mit viel Leidenschaft an Schlagzeug, Bass & co., übernahm hier und da die backing vocals und irgendwie tat er alles zur gleichen Zeit und genau diese Sorte MULTITASKING ließ mich sprachlos zurück. Andrew hingegen hatte mit weniger Instrumenten zu kämpfen, machte aber eine ebenso gute Figur an Mikro und Gitarre. Wahnsinn, wie sehr man eine Supportband ins Herz schließen kann!

Während der Umbaupause lief John Allen auf und ab, wirkte ein wenig (Ha! Leichte Untertreibung!) nervös. Kein Wunder, war es doch auch die allererste Show der Tour. Und dann noch mit Band. Das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte, als wenn man alleine mit seiner Gitarre von Stadt zu Stadt fährt und vielleicht nur an halb so viel denken muss.

Die Band betrat die Bühne, spielte die ersten Songs und der Tourmanager streifte in dieser Zeit glückselig mit dem einen oder anderen Bier durch die Gegend, ließ auch etwas von dem kostbaren Inhalt auf den Boden fließen. Man hat’s ja, ne? johnallen

Für mich war dieser Abend eine kleine Premiere, denn bisher habe ich John Allen immer nur ohne Band sehen können und war umso gespannter. Und was soll ich sagen? Die Songs bekamen eine ganz andere Dynamik und so wurde sich munter durch die Setlist gepeitscht, dass es nur so schepperte. Mir gefiel es auf Anhieb, dem Publikum ebenfalls, denn es unterstützte an den passendsten Stellen in allerbester Chormanier und ließ somit die SkyBar durch die ausgelassenen Stimmung vibrieren.

Zwischendrin verließ die Band die Bühne und übergab das Feld dem 1,83m Mann. Wie schön es immer wieder zu sehen ist, dass er diesen Spaß an der Musik hat und es die richtige Entscheidung von ihm war, sich als Berufsmusiker zu probieren. Was hat man denn auch zu verlieren? Eben: Nichts! Jeder von uns hat Träume, nicht alle kann man tatsächlich realisieren. Aber wenn man die Chance hat, sollte man diese auch nutzen. Sollte man dennoch irgendwann scheitern, kann man wenigstens sagen: ‚Ich habe es immerhin versucht!‚ Allein das ist schon viel wert! Ein wundervoller Abend, der zeigte, dass John Allen gerade am Anfang seiner musikalischen Karriere steht und ich bin mir sicher, dass er sehr weit kommen und noch viele weitere Herzen im Sturm erobern wird. Dafür würde ich schon fast meine Hand ins berühmte Feuer legen wollen!

Rock’n’Roll. Grenzenlose Leidenschaft. Humor. Denkwürdige Momente. Biergeschwängerte Abende. Was will man als Zuschauer mehr? Eben!

Der Terminkalender von John für das kommende Jahr füllt sich langsam immer mehr und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch für euch etwas dabei sein wird.

—> Schaut da mal rein: Klick!<—

F(e)lix über die Show in Berlin:

Ich fand die Show super. Unsere alte Flix-Kollegin Ara hatte die Show veranstaltet. Sie hat damals auch die erste John Allen Tour gebucht und hat sich echt reingehängt. Es war schön die Jungs von Sunparlour Players mal wieder zu sehen, tolle Band. Und John im Anschluss hat mich überrascht. Das war ne waschechte Punkrock Show. Sehr right und rotzig. Hat mir sehr gut gefallen. Und den 150 Besuchern offenbar auch. Es war angeblich sogar besser als in Hamburg hab ich mir sagen lassen. Crazy!

Achja, Tourtagebuch mal etwas abgewandelt: Die Jungs meldeten sich in unregelmäßigen Abständen über WhatsApp, um sich über Verluste zu ärgern oder um mitzuteilen, welche Songs während der Fahrt liefen. Vielen Dank für dieses Experiment!

 

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