Kaos Skola 2016: Sven von Melancholie Maritim im Kreuzverhör.

11165142_835506913165218_6894907630634723473_nAuf dem Kaos Skola Festival werden sich nicht nur Musiker tümmeln, sondern auch der eine oder andere Fotograf, um alles bildlich festzuhalten und denjenigen, die es leider nicht nach Schweden schaffen werden, einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Von den Auftritten, der idyllischen Umgebung und all den Menschen, die sich dort einfinden werden.

Sven von Melancholie Maritim Photographie hat sich bereits angekündigt, wird einige Male auf den Auslöser drücken und fast unsichtbar durch all die Menschen und Hunde schreiten, um die schönsten Augenblicke festzuhalten.

Sven, wie bist du überhaupt auf das Kaos Skola aufmerksam geworden & warum hast du dich dazu entschieden, in diesem Jahr dabei zu sein?

Eigentlich weiß ich nicht mehr genau, wann ich das erste Mal davon gelesen oder gehört habe. Ich glaube irgendwie über Matze. Der ursprüngliche Plan war einen Road Trip mit Matze zu fotografieren, was auf einem Flug aber eher doof ist. Also hab ich Kontakt zu Esther aufgenommen und fotografiere mittlerweile das ganze Festival und fahre mit dem Bus. Mit Matze fahr ich jetzt ein paar Konzerte im Norden mit. Im letzten Jahr habe ich noch vier Tage auf dem Deichbrandfestival Fotos gemacht, was natürlich ganz andere Dimensionen hat mit 40000 Besuchern und direkt bei mir vor der Haustür ist. Aber ich denke mit dem Kaos Skola hab ich die schönere Wahl getroffen. Das wird einfach etwas ganz anderes. Schweden. Im Sommer. Mit See. Bin gespannt!

Wie ist dein Eindruck von Esther, der guten Seele von diesem Festival?

Ich habe Esther ja noch nicht persönlich kennenlernen können, werde das wohl aber im April bei der Matzetour nachholen. Das Absprechen bezüglich der Fotogeschichte die ich machen möchte, war super unkompliziert und herzlich. Aber das hatte mir Matze vorher auch schon so angekündigt.

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Auch Herr Lehmann, den wir bereits die eine oder andere Frage über dich gestellt haben, wird dort auftreten. Deswegen: Wie würdest du Herr Lehmann im musikalischen Sinne beschreiben?

Im musikalichen Sinne? Ich würde ihn einfach von oben bis unten als einen der herzlichsten Menschen die ich kenne beschreiben. Immer wenn ich vor Jahren ihn und seine Musik beschreiben musste, hab ich sowas wie „Stell dir vor du kennst ihn nicht und willst trotzdem einfach hingehen und ihn drücken!“ gesagt. Herzmensch mit Herzmusik.

Du hast dich der Fotografie verschrieben & nimmst dementsprechend auch deine Kamera mit nach Schweden: Hast du schon eine spezielle Vorstellung, was du alles einfangen wirst, bzw. wird es über ’normale‘ Fotos hinausgehen? Gibt es erste Ideen?

Was sind denn normale Fotos? Ich möchte einmal das Festival mit einer Reportrage begleiten. Da ich im Bus bei John von Hamburg aus mitfahre, geht es da schon los mit Reportage. Mich soll man mit der Kamera gar nicht so wahrnehmen oder als nervig empfingen. Ich begleite nur.
Außerdem würde ich gerne mit möglichst vielen Menschen ein paar Portraits machen. Und Videosessions für handwritten-mag.de. Ach mal gucken. Wir machen das was Spaß macht und was nicht stresst. Ich stell mir das Wochenende sehr entspannt vor.

Wie und wann bist du überhaupt zum Fotografieren gekommen? Wo liegt der besondere Reiz?

Ich habe früher Konzerte organisiert und u.a. Eine Akustikreihe mit dem Namen „Melancholie Maritim“. Da habe ich auch angefangen mit einer alten Kamera Hintergründe für Flyer selbst zu fotografieren und ab und zu mal die Musiker vor die Linse zu nehmen. Irgendwann habe ich dann mit Matze ein Konzert organisiert und mich so über das Konzert und sein Erscheinen gefreut, dass ich total betrunken die Kamera auf einem Tisch vergessen und damit scheinbar Jemandem zum Diebstahl animiert habe. Die war also weg. Und so kam es, dass ich meine erste größere Kamera gekauft und viel fotografiert habe. Das war vor 4-5 Jahren und mittlerweile ist es ein Nebengewerbe und meine größte Leidenschaft geworden. Neben der Musik natürlich.

Erzähl uns doch mal etwas über die Projekte ‚Liebe kennt kein Geschlecht.‘ und ‚Glove/Leev/Hoep‘: Wie entstanden die Ideen dazu? Welche Resonanzen gab es auf die Bilder?

Das „Liebe kennt kein Geschlecht“- Projekt ist vor ein paar Jahren entstanden. Meine Freundin und ich haben uns gefragt warum sich Menschen für ihre Liebe rechtfertigen müssen. Niemanden geht an Wen Jemand liebt, mit Wem er Sex hat oder Wen er heiratet. Also haben wir im Bekanntenkreis rumgefragt wer Bock hat mitzumachen und haben einfache Portrais mit Schildern fotografiert. Die Sprüche darauf waren zwar nicht neu, haben aber für einen ordentlichen Shitstorm, aber auch viele positive Reaktionen gesorgt. Mittlerweile gab es eine Ausstellung, Veröffentlichungen in Magazinen und Zeitschriften und viele tolle Emails dazu. Das ist jetzt die kurze Kurzfassung dazu.

Foto: Sven Hoppmann.
Foto: Sven Hoppmann.

„Glove / Leev / Hoep“ hatte ich schon ewig im Kopf und nach dem Tod meiner Großmutter habe ich das dann endlich in Angriff genommen. Die Idee ist Gespräche mit älteren Menschen zu führen und dabei ein paar Portraits zu machen. Eigentlich ziemlich simpel, aber ich habe dabei schon wunderbare Menschen getroffen. Z.B. Aziz in Oldenburg. Der ist 90 und war Berufspianist. Was der dir an Lebensweisheiten mitgeben kann, ist echt wunderbar. Am Ende soll es ein Fotobuch werden. Mit meiner Großmutter auf dem Cover.

Gibt es bereits neue Projekte, über die du schon etwas verraten kannst? Gibt es Pläne für die Zukunft?

Ich möchte „Glove/Leev/Hoep“ weiterführen. Noch mindestens ein paar Monate. Außerdem kommen immer wieder befreundete Musiker für Promofotos nach Cuxhaven, was mich besonders freut, da Musik und Fotografie für mich zusammengehört. Ohne Musik und Herzblut würde das alles nicht gehen.

Und: John Allen könnte sich vorstellen, dort mit einigen Leuten eine Fototour zu machen. Wäre das was für dich? Bzw. würdest du ihn dabei unterstützen und zum Beispiel Tipps zum Fotografieren weitergeben?

Wenn es passt hab ich da auf jeden Fall Lust zu. Und wenn ich da noch Tipps zum Besten geben kann, gerne. Nur bin ich nicht der Technikfreak. Also nicht zuviel erwarten. Das besprech ich mit John dann auf der saulangen Fahrt nach Schweden.

Melancholie Maritim
Kaos Skola
John Allen
Herr Lehmann

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