Wir freuen uns gemeinsam mit SDIYG Shows auf BEACH SLANG in Trier!

13558726_1786546881579887_808057791219604356_oTrier. Die älteste Stadt Deutschlands, so heißt es. Und definitiv eine Reise wert. Neben den ganzen römischen Strukturen, die man sich gerne tagsüber anschauen kann, gibt es auch einige schnieke Orte, an denen man sich abends bzw nachts aufhalten kann. Wer Hunger mitbringt, dem empfehle ich jetzt einfach mal das Astarix und danach sollte man sich unbedingt mal in Läden wie das Exhaus, Lucky´s Luke oder aber den Mergener Hof wagen. Hierbei handelt es sich um kleine, schnuckelige und dunkle Keller bzw Locations, in denen u.a. die sympatische Truppe der SDIYG Shows regelmäßig Konzerte veranstaltet. SDIYG haben es sich zur Aufgabe gemacht, coole Bands nach Trier einzuladen und beweisen stets guten Musikgeschmack.

So und jetzt kommt er, der springende Punkt: Der Grund warum ich euch von Trier, den SDIYG Shows Leuten und den Clubs erzähle:
Nachdem die Veranstalter-Truppe in den letzten Jahren Acts wie Astpai, Paper Arms, Joe McMahon, Iron Chic oder Arliss Nancy zu sich einluden, haben sie es doch tatsächlich geschafft, Beach Slang in den Mergener Hof zu lotsen!
Ja, genau. Beach Slang. Die Band, die erst im Oktober letzten Jahres ihr Debütalbum „The Things We Do To Find People Who Feel Like Us“ veröffentlicht haben und seitdem (wie ich finde) zurecht gehyped werden. In den letzten Monaten haben die 4 Jungs aus Philadelphia unzählige Konzerte gespielt, erste Trennungsgerüchte drehten ihre Runden und vor Kurzem wurde bekannt, dass JP, der Schlagzeuger, die Band verlassen hat. Nichtsdestotrotz kommen Beach Slang nun zum zweiten Mal dieses Jahr nach Deutschland und veröffentlichen am 23. September bereits ihre zweite Platte „A Loud Bash Of Teenage Feelings“! Die erste Single „Punks In A Disco Bar“ kursiert nun bereits seit einigen Wochen im Internet und seit heute gibt es auch ein Video dazu:


Neben einigen Festivals werden die Jungs auch ein paar ausgewählte Clubshows spielen. Wenn ihr also im August noch nichts vorhaben solltet, müsst ihr euch unbedingt zu einem dieser Konzerte begeben. Bei dieser stetig wachsenden Fancrowd ist es gut möglich, dass bei der nächsten Tour die Locations deutlich größer sein werden und man dann nicht mehr die Gelegenheit dazu haben wird, James Alex (Sänger) während dem Gig direkt gegenüber zu stehen.

Am 15. August ist es also soweit: Beach Slang zum allerersten Mal in Trier. Bäm! Als man fragte, ob wir Bock haben, das Konzert mitzupräsentieren, musste ich nicht lange überlegen. Ich habe die Band zwar erst letztes Jahr für mich entdeckt, aber es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Catchy Melodien und Texte, die einem immer und immer wieder aufhelfen, egal wie groß die Wunde oder wie tief der Fall war. Live hab ich mir die Band im Februar gleich zweimal reingezogen und ich freue mich sehr, die Jungs in etwas mehr als einer Woche in Trier wiederzusehen!

Damit nicht genug: neben dieser unglaublichen Liveband werden an dem Abend übrigens auch die Jungs von East Ends, die erst letztes Jahr ihre erste EP über das Trierer Label Homebound Records veröffentlicht haben, spielen. Als Soloprojekt 2013 in die Welt gesetzt, treten East Ends inzwischen als Full Band auf.
SDIYG Shows haben aber zusätzlich noch einen weiteren Act dazu gewinnen können: Antillectual!! Die holländischen Punkrocker haben vor kurzem ihr neues Album „Engage!“ veröffentlicht. Hier (klick!) könnt ihr euch das gute Stück schonmal anhören – und am 15.08. dann nicht vergessen, die Texte laut mitzugröhlen!

Tickets gibt es für lächerliche 15,50 € (inkl. Gebühren) bei Eventim und Ticket Regional, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Einlass: 19 Uhr – Beginn: 20Uhr.  Früh kommen lohnt sich!!! 12698499_1687822164831755_3529534677344269737_o

Ich find´s großartig, dass es Menschen wie die von SDIYG gibt, die Konzerte veranstalten, ohne dabei an den eigenen Profit zu denken. Vielmehr stehen die Leidenschaft und die Musik im Vordergrund. Egal ob der Club nun rammel voll ist oder sich nur ein paar Vereinzelte Besucher eingefunden haben, man kann eigentlich immer davon ausgehen, dass die SDIYG Leute selbst ganze vorne dabei sind und die Konzerte mit am Meisten abfeiern. Die Liebe zur Musik steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

Ein riesen Dank geht an dieser  Stelle an Fabi (Homebound Records!), Hotze und Mukki, die sich die Zeit genommen haben, mir ein paar Fragen ausführlich zu beantworten. Nehmt euch bitte einen Moment, das alles durchzulesen. Es lohnt sich! Und vergesst nicht, den Jungs einen Like auf sämtlichen sozialen Netzwerken dazulassen und vor allen Dingen: Besucht deren Konzerte!
In diesem Sinne: Wir sehen uns am 15. August! Und jetzt: Viel Spaß mit dem Interview!

Wie und wann entstand die Idee zu SDIYG?

Fabi: Ehrlich gesagt war das Ganze nie wirklich eine „Idee“, vielmehr hat es sich, wie wir jetzt als „SDIYG Shows“ aktiv sind, nach und nach ergeben.
Von Vorne: Mein Bruder(Ben) und ich haben 2011 für unseren (erweiterten) Freundeskreis eine Art geschlossenes Mini-Facebook gegründet. Darin haben wir uns über alles Mögliche ausgelassen, hauptsächllich ging es um Musik, das Organisieren von Konzertbesuchen (Wer fährt etc.) und eine breite Palette an geistigem Dünnpfiff.
Zunächst musste da natürlich ein cooler Name her. Ben ist eines verkaterten Morgens folgendes aus dem Hirn gefallen: „Smackdown In You Guts„, was ihm wohl vom Vorabend im Kopf stecken geblieben war, auch wenn er sich an den Zusammenhang nicht mehr erinnern konnte. Es könnte ne falsche Übersetzung der Simpsons Szene „Der Football in die Leisten“ gewesen sein – so genau weiß es niemand. Wir haben uns jedenfalls angesehen, gelacht und das als Namen für ausreichend gut befunden. Beim Schreiben der Initialen ist uns aufgefallen, dass sie zufällig das Kürzel „DIY“ beinhalten. Der Name war ab dann einfach „SDIYG“.
Irgendwann haben wir darüber diskutiert, kleine Konzerte in Trier zu veranstalten – ausschlaggebend war denke ich die Tatsache, dass viele coole Bands oft nicht nach Trier gekommen sind und wir daher nach Köln oder sonst wo hin fahren mussten. Ne Menge Kontakte und etwas Erfahrung hatten wir zuvor mit dem Organisieren des Roeds-Rock Festivals (2007-2013, RIP) gesammelt.

Das erste Konzert  unter dem Namen „SDIYG“ war dann im September 2011, als wir THE GENERATORS im Trierer Exhaus gemacht haben. Das war ein Montagabend und natürlich ne ziemlich fiese Minusshow.

Jedenfalls war dieses ganze SDIYG-Mini-Facebook Ding ca. zwei Jahre lang eine richtig geile Sache und hat uns allen große Freude bereitet. Durch Facebook, WhatsApp, Smartphones und so weiter wurde dann schließlich auf anderen Wegen kommuniziert und unsere kleine Plattform brach gelegt.

Offiziell gegründet und gemeldet sind wir nun seit Anfang 2014 als „SDIYG Shows“. Ab dem Zeitpunkt ging es dann eigentlich erst so richtig los. Mit dabei waren zunächst Mukki, Lody und ich. Relativ schnell kamen dann auch Hotze und Taddy dazu. Es gab glaube ich keine Debatte über den Namen, wir haben ihn einfach sinngemäß übernommen und irgendwie lebt dieses SDIYG-Community Ding weiter.

Das ist Segen und Fluch zugleich. Zum einen weckt er gewisses Interesse, weil man sich womöglich fragt, was der Unsnin soll und sich dadurch insgeheim und unfreiwillig damit auseinandersetzt. Aus marketingstrategischer Sicht unter Umständen sinnvoll. Zum Anderen werden wir ständig darauf angesprochen, was der Name bedeutet, was mich manchmal wünschen lässt, wir hätten einen anderen gewählt.

Wir sind alle begeisterte Konzertgänger und Musikverrückte. Daher ist das was wir da tun als Hobby einfach perfekt!

Mukki: Fabi hat hier eigentlich schon alles Wesentliche gesagt. Glaube mich zu erinnern, dass Smack Down In Your Guts einfach eine falsche Übersetzung der berühmten Simpsons Szene „Der Football in die Leisten“ gewesen ist („guts“ wurde hier mit „Kronjuwelen“ statt „Gedärme“ übersetzt).

ArlissNancy
ArlissNancy@Mergener Hof, Trier

Für mich ist so im Nachhinein die erste richtige SDIYG Show aber die mit Arliss Nancy, die wir damals auf dem Fest 10 in Florida entdeckt haben und mit denen quasi direkt einen Gig eingetütet haben. Generators und vorher Elway waren eher noch so Einzelaktionen. Ja, irgendwie war der Trip zum Fest für mich der wirkliche Anfang von SDIYG in der heutigen Form. Lody, Fabi und ich hatten damals echt viel Spaß. Jeden Tag zig Konzerte besucht, zig neue Bekanntschaften gemacht (u.a. Glenn von Mighty Visions Entertainment, den wir in Orlando im Wills Pub getroffen haben und direkt mit ihm Timeshares klar gemacht haben) und mit Bandmitgliedern abgehangen. Da entstand so für mich das Feeling „Da will ich mitmachen“.

Hotze: Ich hab das ewig gar nicht kapiert gehabt. Ich war im Mai 2013 bei einer Show von Idle Class im Exhaus. Die haben kurz vorher ihre Debut LP rausgebracht und ich hab die rauf und runter gehört. Ich bin dann einfach hin. Da auf dem ganzen Konzert nur 5 zahlende Gäste anwesend waren, hab ich Fabi und Lody recht schnell kennengelernt. Da hab ich dann erfahren, dass es das Roeds Rock gar nicht mehr geben soll. Ich hatte mich voll auf das Line-Up gefreut, hab dann allerdings kurz vorher die Zusage fürs Ausland bekommen und bin kurz danach nach Bolivien geflogen. Ich war ein Jahr dort und habe in dieser Zeit viel mit Fabi geschrieben. Nach meiner Rückkehr ging es dann eigentlich recht schnell, dass ich da reingerutscht bin. Christoph (Mukki) hatte ich noch vor Bolivien kennengelernt, als wir ihn am frühen Abend auf dem Weg zum Fallig bei seiner Firmenfeier abgeholt haben. Er hatte da schon gut einen im Tee und so hatten wir ne richtig coole Nacht in Enkirch. Das hat direkt gefunkt.

Owls By Nature, Paper Arms, Joyce Manor, Iron Chic und Christian Steiffen. Die Liste eurer bisherigen Gäste ist lang und vielfältig. Wie läuft die Bandauswahl ab?

Fabi: Im Großen und Ganzen stehen wir ja alle auf den selben Kram. Klar gibt´s Ausreißer, wo mal etwas länger diskutiert wird. Im Endeffekt sind wir uns aber immer einig, ob wir eine Show machen oder eben nicht. Wir versuchen nur Bands, die wir auch geil finden und selber gucken würden, zu buchen. Das ist so der Leitsatz.

Mukki: Wir diskutieren oft über kleinere Bands, die einer für sich entdeckt hat, die gerade abfeiert und daher gerne was machen würde. Gerade bei solch unbekannten, neuen Bands, die noch kaum jemand wirklich kennt und tendenziell in fiesen Minus-Shows enden, müssen alle Smackies mit im Boot sein und richtig Bock drauf haben. Wenn das so ist, sind wir auch gerne bereit den Abend mit Minus abzuschließen. Man kann sich das immer schön rechnen. Autofahrt nach Köln, Parken, Eintritt, Bier, Essen etc. und das gemütliche abhängen im Backstage mit meist sehr interessanten Charakteren fällt dann auch flach.

Hotze: Es gibt ein paar Bands, die ich gerne mal in Trier veranstalten würde, die Anderen aber noch nicht davon überzeugen konnte. Dafür gibt´s dann auf unserer Farewell-Abschiedsfeier ne Hotze-Stage mit meinen Lieblingsbands. Wobei ich fast alle Bands, die wir in den letzten Jahren so veranstaltet haben, richtig abfeiere.

Was macht für euch ein gutes Konzert aus?
Fabi: Wenn die Band es schafft, das Eis zu brechen und alle gemeinsam Spaß haben können. Ich war einmal auf einem Konzert, da war es zwischen den Songs so still wie auf einem Friedhof. Das war sowohl dem Publikum als auch dem Künstler extrem unangenehm und jeder war froh, als es zu Ende war. Ob 100 oder 20 Leute da sind, spielt dann nur für die Kasse eine Rolle.

Mukki: Wenn Leute einfach loslassen und enthemmt sich in die Musik reinsteigern oder vom Mopp mitgerissen werden. Schweiß, Pogo, Stagedives und lauthals Mitgröhlen auch wenn sie den Text nicht kennen.

Hotze: Ich finde kleine Shows deutlich cooler als solche in größeren Venues. Aber auch das Drumherum muss stimmen, jeder Bock drauf haben usw. Und ich finde es immer schön, wenn sich nach der Show nicht direkt alles verdünnisiert, sondern noch das eine oder andere Bier zusammen getrunken wird.

Learning by doing: Was war bisher die wohl wichtigste Lektion, die ihr lernen musstet?
Fabi:
Naja mit der Zeit stellt man eben fest, dass die Typen, die die Shows planen, bewerben und durchführen, leider die allerletzten in der Kette sind, bei denen etwas hängenbleibt. Es ist schon manchmal frustrierend, wenn man einen Abend lange Zeit plant und vorbereitet um am Ende schließlich auch noch draufzahlen zu müssen.

Mukki: Wir sind lernresistent. Eigentlich ist Trier Punk-Rock technisch (zumindest mal in der Sparte, die wir machen) tot. Trotzdem machen wir weiter! Wir glauben dran, dass man die Leute (vor allem die Studenten) noch überzeugen kann, dass es noch Musik abseits von R&B und Elektro TammTamm gibt. Paar Lektionen gelernt haben wir aus noch schlechter besuchten Konzerten wie unsere normal schlecht besuchten Konzerte. Achte auf Semesterferien, Jahreszeit! (Niemand will bei 30Grad und Sonnenschein im Schimmelkeller schmoren), ob da EM oder CL-Spiele sind, check die Region nach Events an dem Tag, nur Facebook-Werbung reicht nicht, sorg dafür, dass genug Pokemon in der Venue sind. Solche Sachen halt.

Hand aufs Herz: Was lief mal so richtig schief?
Fabi:
Ich erinnere mich da nicht wirklich an was…Wir hatten mal ne Show gemacht mit nur zwei zahlenden Gästen. Witzigerweise war das gleichzeitig die qualitativ beste in dem Jahr. Stromausfälle und miserables Wetter auf unseren Festivals gab´s auch regelmäßig, aber zum Glück keine wirklichen Fiaskos.

Mukki: Es gab ein paarmal etwas Hickhack mit Bookern wo die Kommunikation etwas schiefgelaufen ist, aber im Großen und Ganzen laufen die meisten Sachen ganz gut für uns. Weniger gut für unsere Arbeitgeber sind die Tage nach Konzerten, wenn bei uns alles gut lief, laufen da dann die Sachen eher gemächlich. Auch für Hotze´s Karriere als wandelndes Humankapital ist das nicht unbedingt förderlich.

Rückblick: Was waren eure bisherigen Highlights und woran erinnert ihr euch gerne?
Fabi: Ein ganz kleines bisschen stolz bin ich darauf, dass wir beim letzten Roeds Rock (2013) RANDY für einen exklusiven Deutschlandauftritt eingeflogen haben und dann ca. 500 Leute völlig ausgeflippt sind. Dann wären da noch die Shows mit IRON CHIC und tatsächlich finde ich unser am schlechtesten besuchtes Konzert ever, war auch

Iron Chic
Iron Chic @Mergener Hof, Trier

eines der geilsten. Das waren SHELL CORPORTATION im Herbst 2014. Die einzigen beiden Besucher kamen noch nicht mal aus Trier sondern aus Freiburg. Die Band hat trotzdem alles gegeben und war unglaublich gut. Nach der Show haben alle zusammen mit der Band gefeiert und hatten ne gute Zeit.

Mukki: Viele! Randy und Iron Chic waren definitiv Highlights. Das erste Steiffen-Konzert war für mich noch so eine Perle. Christian Steiffen hab ich vorher noch nie live gesehen und Schlager gehört nicht zu unserer Standard Musik, da war ich vorher doch etwas nervös ob das ankommt. Der Funke ist aber direkt übergesprungen und alle waren am Feiern, Tanzen und Singen.
The Lion And The Wolf, Joe McMahon und Max Stern (Signals Midwest) waren so von den Acoustic-Hutkonzerten meine Favorites.

Erinnerungen gibt´s jede Menge schöne an durchzechte Nächte und verkaterte Musik morgens am Frühstückstisch. So entstehen dann auch „Freundschaften“ zu sehr sympatischen, offenen Menschen aus aller Welt. Für mich das eigentliche Highlight. Macht schon Spaß auf dem „The Fest“ oder Groezrock rumzugehen und überall Leute zu kennen, zu plaudern und Bier mit denen zu trinken.

Hotze: Definitiv auch Iron Chic, aber auch das OpenAir Am See mit Coppersky, Redensart, Andrew Cream usw. – das war wie eine kleine Familienfeier. Will gar nicht wissen, wie das geworden wäre, hätten wir kein Regenwetter gehabt. Oder unser zweites Fest mit Paper Arms, Timeshares, Astpai usw. – Mega!

Yes! 6er im Lotto! Was würdet ihr mit dem Geld anstellen?
Fabi: Im Bezug auf die Shows? Vermutlich gar nichts, aber ich glaube Mukki hat da was…
Im richtigen Leben würde mich das vermutlich vollends überfordern und ich hätte Angst.

Mukki: Meinst du das Phil Collins Konzert, das nur aus dem Drumsolo von „In The Air Tonight“ besteht? Klar, das als aller erstes! Danach Reisen, den Weg in die Selbständigkeiten wagen und nix davon sinnlos verprassen. Weiterhin Bier statt Champagner, Pizza statt Kaviar und Hyundai Getz statt Porsche.

Hotze: Ich glaube, ich würde mein Studium abbrechen und ein Haus bauen lassen. Da würden dann immer Secret Shows stattfinden. So richtig schön aufm Land oder so. Aber ich hoffe, das wird nie passieren, denn Geld verdirbt ja bekanntlich den Charakter.

Trier:
Fabi: Süd! Ich steh auf alten Kram, alte Häuser, alte Möbel und so. Mir gefällt es, wenn die Dinge um dich herum Geschichten erzählen. Damit ist man in Trier ganz gut aufgehoben. Wir haben hier neben dem ganzen Römerkram auch tolle, historische Veranstaltungsstätten wie das Exhaus oder den Mergener Hof. Hier fühlen wir uns wie zu Hause. Da gibt es außerdem noch ein paar echt gute Läden wie zB das Miss Marples und natürlich Lucky´s Luke! Unser Publikum ist, wenn es denn kommt, wirklich ausgezeichnet. Keine falsche Scheu – und gute Stimmung und nette Unterhaltungen mussten wir eigentlich noch nie missen.

Mukki: Holzerath! Da sind meine Wurzeln. Will meine Dorfkind-Jugend nie missen. Aber im Spelunken Viertel in Trier (nahe Hafenmelodie und Augustiner Hof) lässt es sich ganz gut aushalten. Trier Punk-Rock technisch Entwicklungsstadt aber irgendwie doch ein kleines Schmuckkästchen. Nicht so hektisch wie manch andere Großstadt. Das Einzige was uns fehlt ist ein Proberaum, den wir für Konzerten nutzen können. Dann könnten wir mehr solcher Mini-Shows machen, weil wir weniger Fixkosten hätten und auch den Getränkeverkauf selbst organisieren könnten.
P.S.: Wenn das hier jemand liest, der einen Proberaum hat und kein Problem damit hat, dass dort Konzerte stattfinden: Bitte mal melden! Wäre dufte!

Hotze: Nord! Da wohn ich. Ansonsten war für mich als Schwabe Trier einfach nur Zufall. Bei uns würde man sagen, ich bin ein „Neigschmeckter“. Ich wollte nach dem Abi einfach nur von zu Hause weg, hatte dann verschiedene Zusagen. Warum Trier? Kann ich nach wie vor nicht sagen. Köln war mir glaub ich zu groß und Frankfurt mag ich jetzt nicht so sehr. Ich finde es einfach immer wichtig, dass man seine Strukturen und Leute hat, dann ist es auch egal, wie groß die Stadt oder das Dorf ist. Am Anfang war´s in Trier mit meinem schwäbischen Slang gar nicht so einfach. Bei den ganzen Ersti-Kneipentouren war ich wie ne Attraktion im Zoo. Als sich in der ersten Uniwoche dann alle Leute lachend zu mir umdrehten, wusste ich, dass ich das Schwäbische loswerden müsste. Dabei rede ich gar nicht so wirklich schwäbisch, ihr solltet mal auf die Ostalb oder so fahren! Im Laufe der Zeit hab ich mir dann tatsächlich ein sauberes Hochdeutsch antrainiert, das so gut zu sein scheint, dass ich oft gefragt werde, ob ich aus dem hohem Norden komme. Klar hat mich das alles am Anfang viel Zeit gekostet, man kennt keinen usw. – aber mittlerweile bin ich glaube ich ganz gut in Trier aufgehoben und fühle mich sehr wohl.

Es ist kein Geheimnis dass ihr allesamt große Beach Slang-Fans seid. Am 15. August werden die Jungs dank euch erstmals in Trier spielen. Wie fühlt es sich an? Worauf freut ihr euch am meisten?
Fabi: Stimmt, wir sind Fans der ersten Stunde und beobachten genau was gerade mit der Band abgeht. Dementsprechend glücklich sind wir auch, dass wir die Show machen können. Ich freue mich unfassbar auf den

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Paper Arms@Mergener Hof

Abend und darauf mit allen Besuchern ne gute Zeit zu haben

Mukki: Ich freu mich am meusten auf Fabi den Fanboy und Groupie! Wird interessant seine Mimik zu beobachten, wenn er die ersten Worte mit Alex James redet. Glaube er ist insgeheim schon etwas verliebt. Bleibt zu hoffen, dass er cool bleibt (wie 3 kleine Fonzis) und sich nicht vor lauter Nervosität verhaspelt.

Hotze: Es fühlt sich ungefähr so an, als würde man eine ganze Woche lang ohne Essen und Trinken durch Gestrüpp, Wald und Wiese laufen müssen, gezeichnet von der Hoffnungslosigkeit und dem Scheitern. Bis ein Typ wie James Alex auftaucht, dir ein richtig leckeres mehrgängiges Menü präsentiert und zum Abschluss Jameson auftischt.

Beach Slang werden im Mergener Hof von den beiden Bands East Ends und Antillectual supportet. Warum habt ihr euch gerade diese Bands als Supportact ausgesucht?

Fabi: East Ends sind auf meinem kleinen Label und selber große Beach Slang Fans. Ich finde auch, dass das irgendwie passt – ich liebe deren Songs! Hotze und ich haben Antillectual auf dem Groezrock dieses Jahr getroffen und über die Show gequatscht. Eins hat zum anderen geführt und dann hat Hotze das Ding im Anschluss eingetütet. Die kommen mit ihrer neuen Platte und man sie hier in Trier.

Mukki: Antillectual war damals auch noch so ein Highlight, als Willem kurzerhand die Treppe runter zum Exil als Bühne umfunktioniert hat und dort unplugged gespielt hat. Irgendwie standen alle erstmal leicht desillusioniert in der Gegend rum.
East Ends hauptsächlich weil ich mich auf deren neueste Erfindung, die Fischstäbchen Pizza, freue. Dem See OpenAir sei dank! Außerdem will ich wissen, wie es so ist totalst verkatert auf Goldenen Hochzeiten rumzuhängen und mir ein paar Tipps von Tim holen, wie man es trotzdem schafft, einen guten Eindruck bei der Verwandtschaft zu hinterlassen.

Hotze: Die Jungs von Antillectual kennt man schon lange, haben die schon mehrmals zuvor auch bei zu Hause in Langenau (Ulm) veranstaltet. Die haben ja jetzt ein neues Album draußen und sind auf dem Rückweg vom Punk Rock Holiday. Besser hätte es nicht laufen können. East Ends find ich eigentlich relativ kacke, also auch so menschlich und so, aber ich hatte Mitleid mit Fabi. Ich hoffe auf ähnliche Großzügigkeit in näherer Zukunft.


Ein Blick in die Zukunft: Was steht für 2016 noch an? Was dürft ihr bereits verraten?
Fabi: Wir machen neben der Beach Slang Geschichte noch ne kleine Familienfeier mit Stumfol, Travels&Trunks und SchrengSchreng & La La Anfang September. Dann folgen lediglich noch ein paar Acoustic-Kneipenkonzerte. Wir hatten nicht wirklich eine Sommerpause gemacht und bei uns allen stehen für den Rest des Jahres noch andere wichtige Dinge an. Wie es 2017 weitergeht besprechen wir sicher bald bei einem dekandent ausufernden Geschäftsmeeting in Mukki´s Wohlfühloase, stimmt´s Mukki?

Mukki: Ja, mit allem Pipapo, wie Energie-Drinks mit Currywurstgeschmack, Fischtstäbchen-Pizza, McPercy, Winston Zigaretten und und und… 2017 dann hoffentlich Phil Collins!

+++ SDIYG Shows +++

15.08. BEACH SLANG @ Mergener Hof, Trier
01.09. TRAVELS&TRUNKS, SCHRENG SCHRENG & LA LA, STUMFOL@ Lucky´s Luke, Trier
21.09. TIGERYOUTH @ Miss Marples, Trier
10.11. MAKE WAR, CORY CALL (of Arliss Nancy!) @ Miss Marples, Trier

http://sd-shows.de/
http://homebound-records.de/
http://beachslang.com/
http://www.antillectual.com/
https://www.facebook.com/eastendsmusic/

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