‚Something May Catch Fire‘- Jess über Chuck Ragan und Matze Rossi in Wiesbaden, Ringkirche.

Chuck Ragan kommt nach Deutschland!“
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und -zack – waren alle Tickets weg. Restlos ausverkauft. Sämtliche Konzerte seiner Mini-Tour im November.
Umso größer war die Freude meinerseits, als ich gerade mal 3 Tage zuvor erfuhr, dass ich dann wohl doch zu Chuck Ragan und Matze Rossi nach Wiesbaden fahren dürfte. Dafür an dieser Stelle nochmal ein riesen Dank und ganz viel Liebe an Matze und Jasmin!! Nun, am 01. November machte ich, Jess, mich also mehr oder weniger fit auf den Weg in die Ringkirche. Bisher hatte ich nur Fotos der Location gesehen, was die Vorfreude und Spannung nur noch weiter in die Höhe schießen ließ.

Bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Einlass tummelten sich mehr und mehr Fans vor der Location.
Nein, ich bin kein Kirchengänger und doch bin ich immer wieder fasziniert von den Bauten.
Als ich letzten Mittwoch die Kirche betrat, fehlten mir erst kurz die Worte. Es wirkte alles so friedlich, die Schlange am Eingang schien gefühlt kein Ende zu nehmen, zugleich herrschte eine unglaubliche Ruhe im Raum.

Die Stunde bis zum Beginn verging wie im Fluge. Matze Rossi schlich sich leise auf die Bühne und wurde von einem riesigen Applaus seitens des Publikums empfangen. Fast zurückhaltend und beinahe schüchtern bedankte er sich und spielte drauf los. Auch wenn wohl nicht jeder Anwesende Herrn Rossi zuvor kannte, so wusste er dennoch mit gewohntem Charme, Witz und den vielen Mitsingparts geschickt die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Spätestens als er, der auch als Yoga-Lehrer tätig ist, erklärte, dass die lauten Oh-Oh´s gut für´s 2. Chakra sind, stiegen auch die hinteren Reihen mit ein und unterstützten die Oh-Oh-Chöre.
Neben den eigenen Songs spielte er an dem Abend zudem At The End Of A Gun von Hot Water Music. Klar, dass niemand geringeres als Chuck Ragan selbst ihn bei diesem Titel unterstützte. Die beiden Musiker harmonierten perfekt miteinander, ergänzten sich an den richtigen Stellen und wirkten wie ein eingespieltes Team.
Für seinen letzten Song, Ohohoh, rückte Matze deutlich näher ans Publikum und performte unplugged. Unfassbar wie still es war, man ausschließlich seine Stimme hörte, die durch die Kirche hallte und wie das Publikum von lautlos auf lautstark wechselte und beim Gesang mit einstieg.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann weiter mit Chuck Ragan. Als dieser die Bühne betrat und die ersten Zeilen von On The Bow sang, hörte man förmlich, wie diese kraftvolle, voluminöse Stimme an die Decke knallte, zurückhallte, um sich dann mit voller Wucht unter die Haut zu graben, Gänsehügelchen am ganzen Körper produzierte und schließlich eine angenehme Wärme in Herzensnähe verbreitete.

Das Publikum war still.

Ich, die eigentlich Fotos machen wollte, wagte kaum, mich zu bewegen. Diese Atmosphäre, die Chuck innerhalb Millisekunden schuf, man wollte sie festhalten und gewiss nicht stören.
Das Schöne ist – die Atmosphäre blieb bestehen. Während dem kompletten Abend. Chuck in dieser Location zu erleben war nochmal etwas ganz besonderes. Gar nicht mal so eine kleine Runde und doch so familiär und entspannt.

Die Setliste ließ keine Wünsche offen, neben Titeln wie Bedroll Lullaby, The Boat, Wake With You oder What We Leave Behind  ließ er es sich nicht nehmen auch einige Cover seiner Freunde zu spielen. So zB Brian Fallon´s No Weather oder auch das Rocky Votolato-Cover White Daisy Passing, für das er sich Matze nochmal auf die Bühne holte. Anschließend spielten beide noch Best Friends, welcher aus Herrn Rossi´s Feder stammt.

Beim Song Old Rules sorgte Chuck kurz für Verwirrung aller Anwesenden. Gleich nach den ersten 2 gesungenen Zeilen brach er ab und fragte „Wait…didn´t I play this already??“ – die aufmerksamen Zuschauer aber waren sich sicher, dass dies nicht der Fall war und so sorgte Chuck ungewollt für einen Lacher. Auf ein „This is so embarrassing“ folgte dann der komplette Titel.
Als Zugabe gab es dann noch das Bouncing Souls-Cover True Believers auf die Ohren bis er sich dann mit For Broken Ears endgültig von der Bühne verabschiedete.

Ein durchweg schöner Abend mit zwei Musikern, die ich gerne noch öfter gemeinsam auf der Bühne sehen würde.

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