News: Shift-D & Irish Handcuffs.

Weil man immer einige Promomails im virtuellen Briefkasten findet, sich gerne um alles ausführlicher kümmern würde, aber es schlicht und einfach aus Zeitengpässen nicht schafft, versuche ich es an dieser Stelle einfach mal mit einer neuen Kategorie: News. Neue Tourdaten oder nennenswerte Veröffentlichungen, die nicht an euch vorbeigehen sollten in Kurzform vorgestellt.

Shift-D

RadSauce Media (welch genialer Name, oder? ‚Hahahaha. Mega!‘, so saß ich vor’m Laptop. Minutenlang.) hat mich auf diese für mich bisher unbekannte Band aufmerksam gemacht, die es tatsächlich schon seit Mitte der 90er gibt, zwischendrin eine Pause von 2007 bis 2013 einlegten, um jetzt mit ihrer neuen EP ‚This Message Will Self-Destruct‚ erneut durchzustarten. Veröffentlichung? Heute über Thousand Islands Records! Happy Releaseday an dieser Stelle! Melodiöser Punkrock, der sich vom ersten bis zum letzten Song durchzieht, es flutscht quasi von ganz allein. Es ist kein langweiliges Plätschern, welches man mit einem Gähnen begleitet, nein, eher eine wilde Wildwasserfahrt, bei der man gerne nass wird, durchgerüttelt wird, aber jede Menge Spaß dabei hat. Spaß beim Durchhören, der auch nach dem 20sten Mal nicht nachlässt. Mal wird es rasanter und schneller wie bei Recovery oder Straight To Hell, die einen mehr auf die Fresse geben und dich wie ein Flummi von der einen zu anderen Seite springen lassen. Zwischendrin wird mit Reasons oder Crowns And Anchors etwas mehr auf die Bremse getreten, ohne aber an Eindringlichkeit und Kraft zu verlieren, ganz im Gegenteil. Angereichert mit unzähligen Hooklines, die im Ohr kleben bleiben und somit definitiv mit dieser EP nicht untergehen, sondern damit eine ganze Weile lang an der Oberfläche schwimmen und neue und alte Fans begeistern werden. Versprochen! Reinhören, verlieben, weitergeben!

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Irish Handcuffs

Kommen wir zu einer meiner LieblingsRumpelKapellen aus dem beschaulichen Regensburg: Irish Handcuffs! Am 1. Juni kam ihre 3 Song starke EP Comfort in Distraction raus, die ohne Ende scheppert und das natürlich nur im positiven Sinne gemeint! Schaut man sich erstmal nur das Cover dazu an, wirkt es direkt düster. Die inneren Dämonen, die man tagtäglich mit sich führt, ungesehen von anderen, wie sie dich umzingeln und auf die Knie zwingen wollen. Während man selbst nur 2 Möglichkeiten hat: Sich ihnen zu stellen, die Ursachen dafür in mühsamer Kleinstarbeit rauszufinden oder zu rennen, so schnell man eben kann. Alles verdrängen, Ablenkung suchen und eventuell finden, aber das leider nicht auf Dauer. Denn irgendwann holt einen immer alles ein, da hilft auch die Ablenkung nichts mehr, wenn Kopf und Körper am Ende sind und alles nach Hilfe schreit. Why don’t you take all the pills that you can find? aus Said and Done. Ha, da ist er wieder- dieser riesige Kloß in meinem Hals, der mich kurz das Atmen vergessen lässt. Some say there’s no place for nostalgia I don’t focus on the past! I but there’s comfort in what has been I and no one will ever change… aus dem Opener Breathe/Sleep trifft den Nagel direkt auf den Kopf und spricht damit garantiert nicht nur mir aus der Seele. Das Herz rumpelt durchgängig, während man immer und immer wieder auf Repeat drücken muss, weil man einfach nicht genug bekommen kann und sich insgeheim wünscht, dass noch viel mehr Songs folgen würden, um auch einfach den Repeatfreudigen Zeigefinger zu entlasten. Jungs, da muss bald ein Album folgen, ist klar, ne?! 1a Punkrock, der selbst mit tiefgründigen und ernsten Aussagen funktioniert. Mitreißend, animiert zum Nachdenken. Irgendwo angesiedelt zwischen einem weinenden Auge, einem Lächeln auf den Lippen und der Faust in der Luft. Reingehört da!

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