Shall we dance or maybe just limp around? -The Lawrence Arms in Trier!

Was für ein Sommer. Über 30Grad und das abends, kurz vor 20 Uhr. Wenn selbst der Weg zur Trierer Luke zur körperlichen Herausforderung wird. Aber wenn eine Band wie The Lawrence Arms in der Stadt ist, es zudem deren einziger Gig in Deutschland ist – ja, dann ignoriert man selbst diese Hitze.

Dennoch, vor Ort angekommen, war mir so gar nicht danach, mich rein in den Club zu begeben. Also noch draußen etwas geschnackt und leider dadurch auch den Großteil des Openers, Irish Handcuffs, verpasst. Irgendwann dann doch Richtung Bühne gelaufen, Kamera ausgepackt und irgendwie brauchte ich einen Moment bis ich im Moment war.
Die Regensburger schienen gut drauf und obwohl draußen noch einige Leute standen, war auch in der Luke selbst schon einiges los. Das Publikum war recht aufmerksam ohne sich jedoch allzu dolle an dem Konzert zu beteiligen. Die Band wusste wie gewohnt abzuliefern und sorgte für einen grandiosen Einstieg in den Abend.

The Lawrence Arms. Das Punkrock Trio aus Chicago hat im März ein Best Of-Album veröffentlicht – das letzte Studioalbum, Metropole, ist allerdings bereits gut 4 Jahre alt.

Nach dem „We are the Champions„-Intro folgte  – wenn ich mich recht entsinne – The Slowest Drink At The Saddest Bar.
Sad wirkten die Besucher aber so überhaupt nicht. Das Gegenteil war der Fall. Der Club war gut gefüllt, das Publikum zeigte sich textsicher und sangesfreudig. Vor allem in den vorderen Reihen wurde sich immer wieder bewegt und es gab auch den ein oder anderen Crowdsurfer.
The Lawrence Arms hauten in ihre Instrumente und boten eine starke Show. Im Laufe des Konzertes wurden noch die „Friends from the Ukraine“ begrüßt – Fans, die tatsächlich den weiten Weg aus der Ukraine auf sich genommen hatten, um an eben jenem Abend teilnehmen zu können.
Insbesondere Bassist und Sänger Brendan schien nicht nur gut drauf, sondern auch einen Tick zu tief ins Whisky-Glas geschielt zu haben. Der Show aber tat das keinen Abbruch – nur hatte ich hier und da Probleme, seinem Genuschel zu folgen.

Die Setliste war vielfältig und abwechslungsreich. Great Lakes/Great Escapes, The Devil´s Takin Names, Recovering The Opposable Thumb, Like A Record Player, Quincentuple You Money. Gefühlt alles Klassiker, die von allen Anwesenden gebührend gefeiert wurden. Mit Chapter 13: The Hero Appears, Metropole und The Ramblin´ Boys Of Pleasure wurden zwischendrin auch immer wieder Verschnaufpausen eingelegt.

Mit der Zugabe, Are You There, Margaret? It´s Me, God, verabschiedete sich das Punkrock-Trio aus Chicago dann endgültig von der Bühne.
Jammern auf höchstem Niveau, ich weiss, aber für mein Empfinden neigte sich dieser Konzertabend viel zu schnell dem Ende.

Die Fans waren offensichtlich in Feierlaune und trotzten dem Fakt dass Montag war und verbrachten noch viele weitere Stunden in und vor der Luke.

 


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