Au Revoir, Nothington!

Kaum zu glauben, aber inzwischen sind schon zwei Wochen vergangen, dass ich im Exhaus/Trier war um mir zum allerletzten Mal Nothington anzusehen.
Bereits Anfang diesen Jahres verkündeten die Jungs aus San Francisco ihr Auflösung; Grund dafür seien unterschiedliche künstlerische und musikalische Interessen innerhalb der Band.

Als ich oben im Balkensaal ankam, standen Joe Astray, bereits auf der Bühne. Das Publikum hielt sich zurück, wirkte sehr abwesend und fokussierte sich weniger auf die Bühne sondern viel mehr auf die Gespräche. Die Hamburger gaben ihr bestes, spielten eine schöne Version des TheGaslightAnthem-Songs Here´s Looking At You Kid aber konnten selbst die vorderen Reihen kaum für sich gewinnen. Erst als Sänger Josef sich ins Publikum platzierte, konnte er einige zum Mitgesang motivieren; dennoch wirklich überzeugen konnte der Support an diesem Abend leider nicht.

Der Balkensaal war, soweit ich weiss, nicht ganz ausverkauft aber dennoch gut gefüllt. Für Nothington rückten alle deutlich näher an die Bühne. Als Opener spielten die Jungs The Ocean.
So sehr ich das fotografieren auf Konzerten auch mag – so sehr habe ich es an dem Abend tatsächlich verflucht. Mein favorisiertes Objekt hat an dem Abend gestreikt, wodurch ich mich kurzzeitig so gar nicht auf die Show konzentrieren konnte. Nach unzähligen Versuchen und der letztlichen Resignation, drehte ich mich kurz um und musste feststellen: Der Saal war zwar gut gefüllt, aber „gute Stimmung“ sah und sieht für mich anders aus. Lediglich eine handvoll Leute aus der ersten und zweiten Reihe feierten aktiv dieses allerletzte Konzert.
Die Band schien motiviert, aber irgendwie war der Wurm drin. An deren Set konnte es eigentlich nicht liegen: If You Say So, End Of The Day, Cobblestones, Nothing But Beaches, In The End, The Lies I Need,… so viele Songs, die man so gut abfeiern kann und kaum jemand, der sich dazu bewegte.
Schade.

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