Rundumschlag #1: Acht Eimer Hühnerherzen, Akne Kid Joe, Shirley Holmes & Rong Kong Koma

Jaja, ich weiß: ich hänge massiv hinterher, wenn es um Reviews geht. Aber ganz ehrlich: die letzten Monate waren hart und haben direkt mehrere Schreibblockaden ausgelöst. Jetzt geht es wieder langsam voran und im Rundumschlag nehme ich mir direkt die Veröffentlichungen von Akne Kid Joe, Shirley Holmes, Rong Kong Koma und Acht Eimer Hühnerherzen in Kurzform vor! Also reingehört bei diesen fantastischen Bands!

Shirley Holmes.

Eine Band, die man tatsächlich in keine Schublade stecken kann. Angenehm laut, aufmüpfig, ausgeflippt, überraschend und mit einem breiten Grinsen gibt es stets mitten in die Fresse: Die Krone der Erschöpfung wurde am 24. April via Rookie Records veröffentlicht und wirbelte somit die quälende Zeit der Quarantäne gewaltig auf. Ruhepausen und Langeweile sucht man auf diesem Album vergeblich, Experimentierfreudig, aber alles andere als überladen. Langatmig und kurzweilig zugleich. Eine wunderbare Balance zwischen unaufgeregtem abwechslungsreichen Gesang und treibenden Melodien. Perfekte Platte für den Sommer: alle Fenster aufreißen, die Lautstärke der Anlage ausreizen, die kleine, aber sehr intensive Privatparty starten und einmal genüßlich die Wohnung durch ausufernden Tanzpogo in Schutt und Asche legen. Herz, was willst du mehr?!

Shirley Holmes. Das sind Mel (Gesang, Gitarre), Miss Ziggy (Gesang, Bass) und Chris (Drums).

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Akne Kid Joe.

Hach. Ehrlich gesagt, bin ich etwas (sehr) verliebt in diese Band! An dieser Stelle würde ich euch einfach gerne nur ein paar Songzitate hier stehen lassen und am Ende kurz und knackig schreiben: Reinhören ist Pflicht! Punkt. Aber okay, ich werde ein wenig ausholen: Am 3. April erschien Die große Palmöllüge via Kidnap Music und schlug ein wie eine Bombe! Kräftig, gradeaus und bleiben ihrem Standpunkt treu. Erfrischend, ehrlich und haben keinerlei Angst mit ihrer knallharten Bissigkeit irgendwo anzuecken- ganz im Gegenteil. Das Album bietet massig Gesprächsstoff und Diskussionsbedarf und ebenso ein breites Spektrum, um das eigene Hirn zum Rattern zu bringen und sich mit Themen wie Verschwörungstheorien und Bullshit aus dem rechten Sumpf auseinanderzusetzen. Kurz gesagt: ein sehr unterhaltsames Album, welches genug Nahrung für Herz und Hirn hergibt.

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Acht Eimer Hühnerherzen.

Warum ich um diese Band stets einen riesigen Bogen machte? Kann ich euch gerne sagen: es ist der Bandname, der mich davon abhielt. Es sträubt sich in mir einfach alles, wenn mir dieser unter die Augen kommt & das darf man ja auch mal sagen dürfen, stimmt’s? Aber wenn ich diesen Punkt einfach mal außer Acht lasse, bekomme ich mit album, welches am 27. März via Destiny Records erschien, einiges geboten. Außergewöhnlich und somit mit einem hohen Wiederekennungswert versehen- ein positives Abheben aus dem musikalischen Einheitsbrei diverser Bands dort draußen. Kleine Geschichten und Gedanken verpackt im Nylon- Punk Stil, was immer mehr AnhängerInnen nach sich zieht und somit die Fangemeinde wachsen lässt. Eine Band, die man definitiv im Auge behalten sollte, denn es wird noch einiges auf uns zukommen.

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Rong Kong Koma.

Welch einprägsamer Name, stimmt’s? Rong Kong Koma sind Sebastian Kiefer (Gesang, Gitarre), Nils Bucher (Bass, Falsett), Mike Heide (Drums, Samples) und Benjamin Tienti (Gitarre) und haben mit Lebe Dein Traum, welches am 13. März via Rookie Records erschien, mächtig Eindruck hinterlassen. Wer jetzt denkt: Moment- ist das jetzt wie so ein ‚Das Leben ist schön!!!‘ Wandsticker, nur eben in musikalischer Form?!, den kann ich an dieser Stelle wirklich beruhigen: bei dem Titel könnte man das zwar annehmen, aber Gott sei Dank geht es textlich tiefer und detaillierter zur Sache, als auf dem allerersten erkennbaren Blick. Leicht punkig angehaucht, etwas verträumt und sehr eingängig. Die Stimme von Sebastian klingt angenehm rauchig angeraut und lullt -zumindest mich- sehr schnell ein. Wenn ich mir die Songs so anhöre, sehe ich mich in einer kleinen urigen Kneipe mitten im Nirgendwo am Bier nippend sitzen, während Rong Kong Koma auf der verwinkelten Bühne stehen und mit viel Charme und perfekt eingesetzter Dynamik die gebrochenen Menschen an den Tischen zum Tanzen und gepflegtem Ausrasten animieren & auf einer gewissen Art und Weise Hoffnung vermitteln. Einfach nur schön!

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